Freunde gesucht! - für das Haus des Jugendrechts

19.02.2010 | Mainz
Neu gegründeter Förderverein stellt sich vor / Flyer "Freunde gesucht!" wirbt für Unterstützung

Vor nicht ganz zwei Jahren, im Mai 2008, hat das "Haus des Jugendrechts" seine erfolgreiche Arbeit aufgenommen. Ein Jahr später hat sich nun der 'Förderverein Haus des Jugendrechts in Mainz e.V." gegründet. Er will öffentlichkeitswirksam für das 'Haus des Jugendrecht' werben und dessen Arbeit ideell und finanziell unterstützen. Heute stellten sich der Vorstand sowie Gründungsmitglieder des Fördervereins vor und präsentieren den eigens entworfenen Flyer "Freunde gesucht".

Das "Haus des Jugendrechts" verzahnt intensiv Jugendschutz, pädagogische Hilfsangebote und Jugendstrafverfahren und hat insbesondere auffällige Kinder und straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende im Blick. Sein zentrales Anliegen ist es, Verfahrensabläufe bei der Verhütung und Verfolgung der Jugendkriminalität zu optimieren, indem spezialisierte Mitarbeiter von der drei Projektpartner Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendamt unter einem Dach zusammenarbeiten. Gemeinsame Ziele sind die frühe Information des Jugendamtes über delinquente junge Menschen eine wirkungsvollere behördenübergreifende Zusammenarbeit, die Bündelung jugendspezifischer Prävention und die Verringerung von Jugendkriminalität.

Kinder und Jugendliche, die auffällig sind oder sogar straffällig geworden sind, benötigen schnelle und konsequente Hilfe, damit auffällige Jugendliche nicht straffällig und straffällige Jugendliche nicht zu Mehrfach- bzw. Intensivtätern werden." Das funktioniert im 'Haus des Jugendrechts' sehr gut", sind sich Jugenddezernent Kurt Merkator, Leitender Staatsanwalt Klaus Puderbach und Polizeipräsident Karl-Heinz Weber einig: "Wir wollen daher die Aufgaben des 'Hauses des Jugendrechts' in Mainz noch stärker mit zusätzlichen Maßnahmen und Veranstaltungen begleiten."

Diesen Zweck will der Förderverein erreichen, indem er präventive und erzieherische Projekte im Haus des Jugendrechts fördert, die Öffentlichkeit über die Arbeit des Hauses des Jugendrechts informiert, Vorträge, Tagungen und geeignete Fort- und Ausbildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der Kinder und Jugendhilfe sowie des Jugendstrafrechts organisiert und mit gemeinnützigen Körperschaften, Verbänden, Organisationen sowie öffentlich-rechtlichen Trägern der Kinder und Jugendhilfe und des Jugendstrafrechts zusammenarbeitet.

"'Unser gemeinsames Kind', das 'Haus des Jugendrechts' 'braucht starke Freunde, der Förderverein sucht sie ihm und will daher möglichst viele Mitglieder, Fördermitglieder und Unterstützer gewinnen", so der Vorstand des Fördervereins.

Vorstand des Fördervereins sowie die Gründungsmitglieder des Fördervereins

  • Kurt Merkator, 1, Vorsitzender des Fördervereins

Dezernent für Dezernat für Soziales, Kinder, Jugend, Schule und Gesundheit, Landeshauptstadt Mainz

  • Klaus Puderbach, 2. Vorsitzender des ''Fördervereins

Leitender Oberstaatsanwalt Mainz

  • Karl-Heinz Weber, Beisitzer

Polizeipräsident Mainz

  • Karsten Schröder, Beisitzer

Leiter der Abteilung Jugendstrafrecht der Staatsanwaltschaft Mainz

  • Werner Acker, Beisitzer

Leiter des Amtes für Jugend und Familie

Ziele des 'Haus des Jugendrechts'

1.Verkürzung der Bearbeitungszeiten

2.Verringerung der justiziablen Fallzahlen

3.Frühzeitiges Eingreifen mit bedarfsorientierten Sanktionen und pädagogischen Maßnahmen der Jugendgerichtshilfe in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft

4.Kontinuierliche Ansprechpartner /-innen bei den beteiligten Institutionen zur Beschleunigung des Jugendstrafverfahrens.

5.Vermeidung von Überschneidungen bei der Fallarbeitung.

6.Frühe Informationen und Maßnahmemöglichkeiten des Jugendamtes bei Auffälligkeiten noch nicht strafmündiger Kinder.

7.Rechtzeitige Einbindung freier Träger im Sozialraum für die Einleitung von Hilfen.

8.Effizientere Behörden übergreifende Zusammenarbeit durch umfassenden Informationsaustausch durch gezielte Verzahnung unter Berücksichtigung des Datenschutzes.

9.Reduzieren der Jugendkriminalität/-delinquenz.

10.Bündelung und Koordination der jugendspezifischen Prävention

11.Intensivierung der Opferbetreuung und des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz

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