Grüne fordern: Mehr Angebote statt mehr Druck für Jugendliche Arbeitssuchende

13.05.2010 | Berlin
Zu der Kritik von Arbeitsvermittlern an den unflexiblen und harten Sanktionen gegen jugendliche Arbeitssuchende erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) zu den Sanktionen gegen junge Menschen in der Grundsicherung kommt zu einem eindeutigen Urteil: Sie sind zu hart und zu unflexibel. Am Ende produzieren sie Verschuldung, Kleinkriminalität und Schwarzarbeit und sorgen dafür, dass die jungen Leute alle Perspektiven verlieren. Bundesarbeitsministerin von der Leyen ist auf dem Holzweg. Es geht nicht darum, die Betroffenen noch mehr unter Druck zu setzen, sondern darum, mit mehr Druck für bessere Angebote zu sorgen. Statt einer PR-Vermittlungsoffensive und harter Strafen brauchen Jugendliche Ausbildung und echte Hilfe. Alles andere ist nur statistische Kosmetik.

Die Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) wirft ein negatives Schlaglicht auf das unflexible Instrumentarium und den Mangel, mit den Beziehern der Grundsicherung auf Augenhöhe umzugehen. Die Arbeitsuchenden brauchen mehr Rechte und echte Wahlmöglichkeiten. Solange das nicht gewährleistet ist, muss es ein Sanktionsmoratorium geben. Darüber hinaus muss es endlich einen Vorrang für Ausbildung für junge Arbeitsuchende geben.

Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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