Neue Qualität für Kinderbetreuung in Wolfsburger Region

20.05.2010 | Wolsburg
Stadt Wolfsburg und Volkswagen starten am 1. Juni Pilotprojekt. Telefonservice rund um die Uhr vermittelt Betreuung in Notfall-Situationen

Die Stadt Wolfsburg, Volkswagen und der Wolfsburger Familienservice haben heute ein Pilotprojekt vorgestellt, das die Betreuung von Kindern in Notfallsituationen sichert. Ob Ausfall eigener Betreuungsmöglichkeiten oder plötzliche Erkrankung, für unvorhergesehene Fälle vermittelt der Familienservice ab dem 1. Juni Fachkräfte für die kurzfristige Betreuung von bis zu 14-jährigen Mädchen und Jungen. Dazu ist an jedem Wochentag rund um die Uhr "Kaleo", der Kinder-Betreuungs-Notruf 05361-282333 geschaltet.

"Einmal mehr zeigt Wolfsburg, dass Familienfreundlichkeit in dieser Stadt kein Schlagwort ist. Wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich zusammen mit den Kindertagesstätten und mit dem Familienservice daran gearbeitet, zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen, Randzeiten abzudecken, flexible Modelle zu schaffen und haben gleichzeitig die Beiträge reduziert. Mit dem Kinder-Betreuungs-Notruf gibt es ein weiteres Angebot, das eine noch vorhandene Lücke schließt. Damit sind wir in dieser Form wieder einmal Vorreiter in Niedersachsen. Das ist vor allem einer bisher so noch nicht da gewesenen Kooperation zwischen Stadt, Familienservice und Volkswagen zu verdanken", sagte Oberbürgermeister Prof. Rolf Schnellecke.

Der Personalleiter Volkswagen Deutschland, Jochen Schumm, betonte: "Mit dem von Volkswagen unterstützten Service erhöhen wir die Qualität der Kinderbetreuung in unvorhergesehenen Situationen ganz enorm. Das kommt den Menschen im Unternehmen, in der Stadt und in der Region zugute. Damit fördern wir die für den Alltag so wichtige Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Familienbewusste Personalpolitik ist für Volkswagen ein Schlüssel des Erfolgs auf dem Weg zum Top-Arbeitgeber."

Erster Stadtrat Klaus Mohrs freut sich ebenfalls über die gelungene Kooperation: "Volkswagen geht hier mit gutem Beispiel voran. Ich finde es außerordentlich wichtig, dass sich auch Betriebe darüber Gedanken machen, wie sie ihre Beschäftigten dabei unterstützen können, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Das ist nicht nur Sache der Familien selbst oder der öffentlichen Hand. Denn schließlich verlangen Arbeitgeber von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer häufiger ein hohes Maß an Flexibilität."

Die Leiterin der Frauenförderung bei Volkswagen, Anja Christmann, sagte: "Der Kinder-Betreuungs-Notruf Kaleo fördert das familienfreundliche Arbeitsumfeld am Standort Wolfsburg. Gemeinsam mit allen Projektpartnern ist es uns gelungen, den Eltern schnelle und zuverlässige Hilfe anzubieten, wenn die Kinderbetreuung kurzfristig nicht so stattfinden kann wie vorgesehen. Mit dieser passgenauen Dienstleistung baut Volkswagen seine Aktivitäten rund um die Familie weiter aus. Der qualifizierte Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit gehört ebenso dazu wie die familienfreundliche Arbeitszeit."

Die Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses von Volkswagen, Gabriele Trittel, hob hervor: "Als Betriebsrat stehen wir jeher dafür: Wer bei Volkswagen arbeitet, muss gute Lebens- und Arbeitsbedingungen haben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zählt eindeutig dazu. Mit dem neuen Betreuungsservice für Kinder in Notfallsituationen gehen wir einen weiteren großen Schritt in die richtige Richtung. Damit bieten wir jetzt für die Beschäftigten auch belastbare Lösungen - über alle Arbeitsbereiche, Hierarchieebenen und erstmalig auch Stadtgrenzen hinweg."

Peter Wagner, Vorsitzender des Gesamtpersonalrates der Stadt Wolfsburg, ergänzte: "Ich schließe mich den Worten der Kollegin Trittel uneingeschränkt an. Die Stadt Wolfsburg ist seit mehreren Jahren mit dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschäftigt. Die seit 1998 eingeführte Vertrauensarbeitszeit lässt das größte Maß an Flexibilität zu. Und doch sind Probleme bei der Kinderbetreuung nicht auszuschließen. Das neue Konzept bringt aus meiner Sicht weitere Vorteile für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit sich. Eltern stehen dadurch deutlich weniger unter Druck, wenn sie in eine Notfallsituation geraten. Ich bin überzeugt, dass Kaleo eine sehr positive Entwicklung bevorsteht."

Wie funktioniert Kaleo?

Unter der Telefonnummer 05361-282333 ist eine 24-Stunden-Telefonbereitschaft eingerichtet. Dort kann rund um die Uhr anrufen, wer in eine Betreuungs-Notsituation gerät. Von dort aus wird eine freie Betreuungsperson benachrichtigt. Diese meldet sich umgehend telefonisch bei der Familie und klärt den Betreuungsbedarf. Ziel ist, dass die Betreuerin in weniger als einer Stunde bei der Familie ist, in der Regel also im Haushalt der Eltern. Dort wird sie von den Eltern mit allen wichtigen Dingen, vor allem auch mit den Gewohnheiten des Kindes vertraut gemacht. "Wir möchten eine ohnehin schon schwierige Situation vor allem für die Kinder möglichst stressarm gestalten", so Immacolata Glosemeyer, Leiterin des Familienservice, der sich um die praktische Umsetzung von Kaleo kümmert. Alle Wolfsburger Familien können auf dieses Angebot zurückgreifen. Für die Beschäftigten von Volkswagen in Wolfsburg und für die Beschäftigten der Stadt Wolfsburg gilt das auch unabhängig von ihrem Wohnort. Eine Betreuung ist in dieser Form für bis zu zwei Tage möglich. Innerhalb dieser zwei Tage ist der Familienservice auf Wunsch behilflich, eine längerfristige Lösung zu finden, wenn dies erforderlich sein sollte.

Was kostet Kaleo?

Für jede Betreuungsstunde zahlen die Eltern acht Euro zuzüglich einer Fahrtkostenpauschale von 6,50 Euro. Für jedes weitere Kind werden 50 Prozent des Regelsatzes berechnet. Eine Ermäßigung für Geringverdiener ist durch einen Zuschuss der evangelischen Familienstiftung möglich.

Ausführliche Informationen gibt es beim Familienservice, Tel. 05361-282314, E-Mail: familienservice@stadt.wolfsburg.de, www.familienservice-wolfsburg.de

Quelle: Pressemeldung VOLKSWAGEN AG

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