Zu Fuß zur Schule - sicherer als mit dem Auto
Viele Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder, wenn sie diese in belebten Städten oder auf rasant befahrenen Dorfstraßen alleine zur Schule schicken. Zu Recht, denn allein im letzten Jahr verunglückten 7 von 1.000 Kindern auf dem Schulweg. Die Fahrt mit dem Auto dauert oft nicht lange und erscheint der sicherste Weg, damit der Nachwuchs wohlbehalten und pünktlich zum Unterrichtsbeginn eintrifft. Was viele nicht wissen: Das Risiko eines Unfalls ist statistisch gesehen für Kinder als Passagier im Auto jedoch höher, als wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Allein in 2008 sind mehr als 10.000 Kinder unter 15 Jahren als Mitfahrer im Straßenverkehr verunglückt - auch auf dem Weg zur Schule. Sicherheitsbedenken allein können daher als Argument für den Pkw nicht gelten. "Wir raten Eltern, genau hinzuschauen, ob der Schulweg zu Fuß für ihr Kind nicht die bessere Lösung ist. Mit guter Planung können Eltern die Gefahren im Straßenverkehr deutlich minimieren", erklärt Thilo Hahn, Leiter der Unfallsparte bei den Basler Versicherungen. Entscheidend ist, die Gefahren und Risiken auf dem Schulweg genau zu kennen. Dieser muss daher sorgfältig gewählt werden, denn nicht immer ist der kürzeste Weg auch der beste. So sollten Kinder unnötige Straßenüberquerungen vermeiden, da die Unfallgefahr für sie statistisch betrachtet hier am größten ist. Wo es keine Ampeln gibt, sollte die Straße nie zwischen parkenden Autos überquert werden, sondern an übersichtlichen Stellen. Ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Schulwegs ist auch die erlaubte Verkehrsgeschwindigkeit, denn langsamer Verkehr ist weniger gefährlich als schnell fließender. Viele Schulen bieten Schulwegpläne an, die Eltern bei der Planung unterstützen. "Es empfiehlt sich, den Schulweg gemeinsam mit dem Kind mehrfach abzulaufen, damit es sich die Strecke und die Gefahrenquellen einprägen kann", rät Hahn. Die Unfallgefahr wird erhöht, wenn Kinder unter Stress zur Schule geschickt werden. Eltern sollten daher ausreichend Zeit für den Fußweg einplanen. Darüber hinaus ist wichtig, dass die Kinder mit heller Kleidung und Reflektoren ausgestattet sind, damit sie im Straßenverkehr besser auffallen. Schulanfänger können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen, daher ist es umso wichtiger, dass andere Verkehrsteilnehmer sie gut sehen können. Das höchste Unfallrisiko haben Wir machen Sie sicherer. Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. "Eltern sollten daher nach Möglichkeit die Fahrradprüfung in der Schule abwarten, bevor sie ihren Nachwuchs alleine mit dem Rad zur Schule fahren lassen. Um die Gefahr gefährlicher Kopfverletzungen zu senken, sollten Kinder unbedingt einen Helm tragen", lautet der Tipp von Hahn. Den Informationsgrafiken "Schulwegunfälle" und "Verunglückte Kinder unter 15 Jahren" können Sie dazu illustrierende Daten entnehmen.
Quelle: Pressemeldung Basler Versicherungen
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